Guten Abend liebe Leser. Ja es gibt sie noch, die eigenen News, zumindest wenn ich die Zeit habe und etwas interssantes finde, von dem ich berichten kann. Mir laufen grad Neuigkeiten zu Gnome 2.22 über den Weg an dem parallel zur Freigabe für 2.2.15 gearbeitet wird. Um so interessanter sind die News, da ja das Final Release von KDE 4 eigentlich (zumindest meiner Meinung nach) ein Schuß in den Ofen war. Mehr als eine Designstudio kann man dieses vermurkste Machwerk eigentlich nicht bezeichnen. Gnome 2.2.15 befindet sich derzeit im Feature Freeze. Soll heißen: Neue Funktionen dürfen ab sofort nur noch mit expliziter Zustimmung des Release Teams eingeracht werden. Da aber dennoch immer weitere neue Ideen eingebracht werden, kann man bereits jetzt ganz gut erahnen, was es dann mit der nächsten großen Version im März auf sich hat. In Gnome 2.22 dominieren einerseits grundlegenden Umbauten, andererseits eine Fülle von Neuzugängen in den Desktop.

Einiges tut sich bei den Dateisystemen. Hier soll es vor allem den Programmieren einfacher möglich sein neue Anwendungen auf das Gesamtsystem abzustimmen. Möglich macht dies  der vollständige Austausch des I/O-Handlings des Desktops. Das soll sich vor allem beim Dateimanager Nautilus bemerkbar machen, der bereits auf das neue System migriert wurde. Dabei bekam Nautilus auch neue Features verpasst, unter anderem eine kombiniert Fortschrittsanzeige für gleichzeitig vorgenommene Kopieraktionen. Auch informiert ein Icon im Systray über den aktuellen Stand bei solchen Vorgängen. Nautilus kümmert sich ab sofort selbst um das Mounten externer Devices, dadurch soll der GNOME Volume Manager ersetzt werden. Unklar ist ob “Clues” bereits in 2.22 fertig ist. Diese schmucke Feature dient dazu, das beim anspringen eines Verzeichnisses ein dafür geeignetes Programm vorgeschlagen wird. Zum Beispiel beim stöbern in einem Verzeichnis mit Videos, der Videoplayer.

Die Uhr im Panel wurde mit “Intlclock” verschmolzen, wie bei SuSE Enterprise. Dadurch lassen sich mehrere Zeitzonen darstellen. Auch der von mir sehr geschätzte “TomBoy” erfährt neue Features. So gibt es dort unter anderem sogenannte “Notebooks”. Damit kann man Notizen verschmelzen lassen. Dies sollte ursprünglich mit Tagging erreicht werden.

Neu ist “Cheese”, eine Photobooth-ähnliche Anwendungen integriert, mit der Screenshots und Filme über eine Webcam aufgenommen – und verfremdet – werden können. Mit “Vinagre” bekommt der bereits seit einigen Releases enthaltenen Remote-Desktop-Server seinen Client-Gegenpart. Bei den Entwicklungsumgebungen wurde “Anjuta” in das offilzielle Release aufgenommen. Die Barrierefreiheit soll mit “Mosuetweaks” verbessert werden, was den Umgang mit der Mouse um einiges erleichtern soll.

Abgelehnt wurden der Instant Messenger “Empathy” weil er noch nicht ausgereift genug ist und “Gimmie”. Bei letzterem schlägt die unklare Situation beim Paket Maintainer zu buche, was ich persönlich sehr bdauere, da “Gimmie” recht interessant aussieht. Derzeit kann man “Gimmie” als Panel für Ubuntu 7.10 aus den Repos nachinstallieren und schon mal damit rumspielen. Beeindruckend was dieses Teil kann. Verabschieden dürfen wir uns “Keyring Manager”, die Schlüsselverwaltung wird ab 2.22 von “Seashore” übernommen.