Lange hab ich danach gesucht, lange hab ich nichts gefunden aber dann, aus heiterem Himmel, aus einer Ecke, aus der ich nie so etwas erwartet hätte, tat sich ein Licht auf… So oder so ähnlich beginnen Fantasy Geschichten oder die Geschichte von der Suche nach einer Synchronisationslösung für Linux. Bereits seit einer halben Ewigkeit suche ich nach einer Lösung, die PIM Daten meines Handys auch mit Linux abgleichen zu können. Mit viel Ärger, noch mehr Frust und schon gar nicht einer einfachen Lösung war diese Suche behaftet. Nun da mein aktueller Handyvertrag bald aus lief, stand wieder die Frage auf dem Plan, welches Gerät es denn nun sein sollte. Die für mich wichtigen PIM Funktionen bringen mittlerweile fast alle aktuellen Geräte mit sich. Aber wie immer wird nur Software für Windows mitgeliefert, welche mit Outlook synchronisiert wird. Meine instinktive natürliche Abneigung gegen dieses Stück Software hat mich daher wieder zu der Suche nach einer besseren Lösung getrieben. Ein Traum war bisher schon immer eine Mischung aus PDA und Handy, nur waren diese Geräte selbst zum Vertrag, meist viel zu teuer. Dieses Mal wurde mir allerdings ein XDA Neo angeboten. Gefallen haben mir die Teile ja schon immer aber musste da unbedingt ein Windows als Betriebssystem drauf sein? Dann ist doch bestimmt wieder Essig mit der Synchronisation unter Linux, da gibt’s doch wieder nur Active Sync… Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, trotz des Neo’s, dennoch wieder zu einem Nokia greifen zu müssen, als ich durch Zufall auf die Software FinchSync gestoßen bin.

FinchSync gefiel mir bereits vom grundlegenden Konzept her sehr gut, umso besser, je mehr ich mich im dortigen Forum umgesehen hatte. Den Ausschlag gab dann ein Beitrag, dass ein HTC Prophet der baugleich zum XDA Neo ist, erfolgreich synchronisiert werden konnte. Um so mehr freute ich mich, das ich den Neo nun auch vorzeitig beim O2 Händler kaufen konnte und das zu einem doch recht günstigen Preis.

Mit dem Gerät zu Hause wurde dann erstmal diverse Software installiert, ganz wichtig war mir da der TotalCommander, da ich diesen auch unter Windows bereits seit vielen Jahren täglich nutze, ohne den geht bei mir so gut wie gar nichts. Nach dem ersten herum spielen wurde auf dem Neo dann auch FinchSync installiert. Zuvor hatte ich noch ein Backup aller Daten, inklusive vorhergehender Synchronisation mit Outlook angelegt, schließlich wollte ich alle Daten auf dem aktuellsten Stand haben und gleichzeitig eine Sicherungskopie. Da FinchSync speziell für die Programme von Mozilla geschrieben wurde, sollte man bereits Thunderbird und einen der Kalender installiert haben. In meinem Falle ist dies Thunderbird 1.5.0.9 und Lightning 0.3, als Extension im Thunderbird.

FinchSync besteht aus 2 Programmen, dem PC Server und dem Client für den PPC. Widmen wir uns zuerst dem Server auf der PC Seite. Dieser ist in Java geschrieben, so das er Plattform unabhängig ist, der Server arbeitet also sowohl unter Linux, als auch Windows und dem MAC, wobei ich den MAC nicht getestet habe. Wie üblich bei solchen Programmen benötigt man von SUN die Java Runtime Software. Es wird lediglich die JRE benötigt. Den Download gibt es hier: http://java.sun.com/j2se/1.5.0/download.jsp. Nach der Installation von Java sollte der Rechner neu gestartet werden. Ich habe für FinchSync ein neues Verzeichnis „FinchSync“ angelegt. Hierhin wird die FinchSync.jar kopiert. Auf der Kommandozeile wird FinchSync mit dem Befehl „java -jar FinchSync.jar „ gestartet. Da FinchSync mit dem HTTP Protokoll arbeitet, kann es sein, das beim Start eine Fehlermeldung auftaucht: „Address already in use: JVM_Bind“ , diese Meldung kann vorerst ignoriert werden. Sie sagt lediglich aus, das der Port der per Default verwendet wird, bereits von einer anderen Anwendung belegt ist.