Leider waren auch unsere Rechner von diesem Problem betroffen, daher hier ein paar Hinweise, wie man den defekten Kaspersky Antivirus 6 wieder zum laufen bekommt. Da die Hotline in den seltensten Fällen erreichbar ist, kann man sich auch gerne im Forum umsehen, dort ist die Hilfe meist schneller. Im Verlauf der letzten Tage kam es auf den Updateservern der Firma Kaspersky Labs zu fehlerhaften Virendefinitionen. Dies führte dazu, das die Updates nicht oder nur unvollständig ausgeführt werden konnten. Einige Schutzkomponenten scheinten beschädigt zu sein und können nicht aktiviert werden. Laut dem Kaspersky Support ist folgende Vorgehensweise notwendig um wieder aktuelle Updates zu erhalten…

  • Öffnen von Kaspersky Antivirus
  • Entfernen des Hakens bei Selbstschutz unter “Einstellungen” > “Service”
  • Löschen der Datei “updcfg.xml”, sie liegt unter:
    • Win2000/XP – C:Dokumente und EinstellungenAll UsersAnwendungsdatenKaspersky LabAVP6Data
    • Win98/ME – C:WINDOWSAll UsersAnwendungsdatenKaspersky LabAVP6Data
    • Win NT: C:WINNTProfilesAll UsersAnwendungsdatenKaspersky LabAVP6Data

Danach sollen die Updates wieder funktionieren. Bei mir war es notwendig Kaspersky einmal komplett aus dem Speicher zu entfernen nach dieser Prozedur. Nach einem erneuten Start konnte ich wieder Updates herunterladen.

Bei diversen Installationen tritt danach das Problem auf, das sich einige Schutzkomponenten nicht mehr aktivieren lassen, meist Mail und/oder Web Antivirus. Laut dem Support kann dieses Problem durch eine Neuinstallation behoben werden. Diversen Berichten Betroffener Anwender hilft hier auch die Aktuelle MP1 Version der Kaspersky Produkte.

Hinweise zur Installation / Update auf Kaspersky 6 MP1
Diese Hinweise richten sich an Benutzerinnen und Benutzer, welche bereits KAV oder KIS 6.0 in einer der Versionen 299 bis 303 installiert haben.

Das Upgrade kann in folgenden Schritten durchgeführt werden:

1) Download des Maintenance Pack 1 vom Kaspersky-Server.
KAV 6.0 MP1 de: http://www.kaspersky.com/de/product_downlo…nlink=201517360
Release Notes KAV 6.0 MP1: http://downloads1.kaspersky-labs.com/produ…omeuser/kav6.0/ (Datei release_notes.txt)
KIS 6.0 MP1 de: http://www.kaspersky.com/de/product_downlo…nlink=201517359
Release Notes KIS 6.0 MP1: http://downloads1.kaspersky-labs.com/produ…omeuser/kis6.0/ (Datei release_notes.txt)

2) Benutzer von KIS können die Anwendungsregeln des AH in die neue Version übernehmen. Die bisherigen Regeln sind über Einstellungen > Anti-Hacker > Einstellungen… > Regeln für Anwendungen > Export in eine .ini-Datei exportierbar. Um alle Regeln gleichzeitig zu exportieren, muss die Abfrage mit “Nein” beantwortet werden. Ort und Namen der Exportdatei name.ini merken.
Der Export der Paketregeln ist nicht empfohlen, weil MP1 60 neue Paketregeln enthält, die beim Import der alten Regeln vielleicht verlorengehen.

3) KAV/KIS Version 299-303 beenden und deinstallieren (z.B. über Start > Programme > Kaspersky….). Der Uninstaller fragt in einem Fenster, welche Objekte (=Daten) gespeichert werden sollen, damit sie in MP1 wieder zur Verfügung stehen.
Die Aktivierungsdaten können bedenkenlos übernommen werden (um die erneute Aktivierung zu sparen). Bei der Anti-Spam-Wissensdatenbank gehen die Meinungen auseinander, es gibt Berichte, nach denen nachher die Anti-Spam-Komponente nicht richtig funktionierte. Beim Verfasser dieser Anleitung hat es jedoch problemlos geklappt.
Wenn die Schutzeinstellungen übernommen werden, stehen unter Umständen in der Aktivitätsanalyse die beiden neuen Optionen für Tastaturspione und Task-Manager nicht zur Verfügung (war beim Verfasser der Fall). Die Bedrohungssignaturen und die iSwift-Daten müssem nicht übernommen werden, da sie von MP1 schnell auf den neuesten Stand gebracht werden.

4) Nach vollendeter Deinstallation den Computer neu starten.

5) Der zusätzliche Einsatz des Entfernungstools kavkis6removeinternational.zip ist nicht erforderlich. Nach eigenem Ermessen kann es auf jenen Computern zum Einsatz kommen, wo KAV oder KIS Funktionsstörungen zeigten. Es ist zu beachten, dass das Tool nur für Installationen auf der Systempartition C: geschrieben ist. Zudem ist bei Anwendung dieses Tools mit dem Verlust der bei der Deinstallation gespeicherten Daten zu rechnen.
Link zum Entfernungstool

6) Installation der neuen Version MP1. Der Installer zeigt die gespeicherten Anwendungsdaten an und fragt, welche er übernehmen solle.
Es wird dringend empfohlen, die Vorgabeeinstellungen zu belassen, also z.B. “Basisschutz” zu installieren. Die nicht aktivierten Komponenten des Proaktiven Schutzes und der Trainings-Modus des AH können später jederzeit manuell eingeschaltet werden.

7) Nach Abschluss der Installation den Computer neu starten.

8) Für KIS: Die allenfalls exportierten Anwendungsregeln (Datei name.ini) im gleichen Menüpfad wie unter 2) angegeben in den AH importieren (“Import…”). Bei Bedarf den AH in den Trainingsmodus setzen.

9) KAV oder KIS MP1 das Update der Signatur-Datenbanken ausführen lassen (sollte automatisch erfolgen).

Erste Hinweise zum Betrieb
Grundsätzlich funktionieren KAV und KIS MP1 gleich wie die Vorgängerversionen. Auf einigen Computern wird jedoch die Produktbezeichnung oben rechts im Anmeldebildschirm aus zurzeit nicht bekanntem Grund nicht mehr sichtbar sein. Die Funktionsfähigkeit ist trotzdem uneingeschränkt vorhanden.

Die Plugins für Outlook 2007 sind nicht vorhanden.

Die Integritätskontrolle des Proaktiven Schutzes ist in MP1 im Gegensatz zu den Vorgängerversionen voll funktionsfähig. Trotzdem ist es nicht empfohlen, diese bereits von Beginn weg zu aktivieren. Wer sich mit den Funktionen von Prozessen und Programmbibliotheken nicht auskennt, wird durch die häufigen Warnfenster überfordert oder sogar verärgert sein. Mit der Zeit werden wir im Forum herausfinden, wie man mit den Warnungen der Integritätskontrolle zweckmässig umgeht.
In jedem Fall sollte die Integritätskontrolle erst eingeschaltet werden, nachdem bei der vollen Untersuchung des Arbeitsplatzes keine verdächtigen Objekte gefunden oder diese unschädlich gemacht wurden.

Weitere Einschränkungen und Hinweise sind den Release Notes (in deutsch) zu entnehmen. Link siehe oben.