Der Parameter –nodeps beim entfernen, sagt aus, das der RPM Manager die eventuell vorhandenen Abhängigkeiten nicht prüfen soll. Da sie aber gleich wieder eine neue Version einspielen müssen wir auf Abhängigkeiten nicht achten. Nach dem Entfernen der alten Version geht es an das Installieren der neuen. Alles was sie dafür benötigen sind die RPM Pakete für ihre Distribution. Bei meiner SuSE 8.1 waren zum installieren noch nicht alle Abhängigkeiten aufgelöst. Eventuell fehlende Pakete sollte man daher zuvor entweder von der Original-DVD installieren oder per RPM-Find aus dem Internet laden und installieren. Installiert wird dann mit dem Befehl:

> rpm -Uvh samba3*i586.rpm

Die Konfiguration Samba wird weiterhin wie gewohnt über die allseits beliebte /etc/samba/smb.conf eingestellt. Hier gibt es verschiedene Bereiche unter anderem Globale Parameter für die allgemeinen Einstellungen, als auch Bereiche für die verschiedenen Datei und Druckerfreigaben. Wenn sie bereits Samba auf ihrem Rechner hatten, werden sie vermutlich bereits eine smb.conf auf ihrem Rechner haben, sie können sich diese Datei sichern oder umbenennen, denn für unsere Testzwecke werden wir eine komplett neue erstellen. Da die smb.conf wie die meisten Konfigurationsdateien unter Linux, eine Textdatei ist, können sie für das editieren jeden beliebigen Texteditor verwenden. Für eine sehr einfache Konfiguration reicht es aus folgende Konfiguration einzutragen:

> [global]
>  workgroup = WALHALLA
>
> [homes]
>  guest ok = no
>  read only = no
>

Das ist nicht wirklich viel aber mehr benötigen wir für den ersten Test nicht. Alle anderen Werte sucht sich Samba selbsttätig aus den Default-Werten heraus. Deutlich zu sehen: Die Einstellungen werden in mehreren Blöcken vorgenommen, wobei die globals-Section eine besondere Rolle einnimmt, hier werden grundsätzliche Vorgaben für den gesamten Server getroffen. Die einzige Einstellung die wir derzeit vorgenommen haben, legt den Namen der Arbeitsgruppe fest, in unserem Fall „WALHALLA“ Ein weiterer spezieller Bereich stellt die homes-Section dar. Ist dieser Bereich definiert stellt Samba automatisch die Dateien des home-Verzeichnisses als Freigabe zur Verfügung. Normalerweise ist Samba jetzt noch nicht gestartet, doch wir sollten unsere Konfiguration erst einmal testen bevor wir sie auf die Menschheit loslassen. Dies können wir mit dem Befehl testparm bewerkstelligen. Sollte testparm keine Fehler finden können wir Samba mit

> /etc/init.d/smb start
> /etc/init.d/nmb start

starten. Ob Samba läuft und welche Freigaben es zur Verfügung stellt kann man recht einfach herausfinden. smbclient –L \\localhost listet die Freigaben unseres Rechners auf und verrät uns gleichzeitig welche Rechner im restlichen Netz zur Verfügung stehen. Die Passwortabfrage kann man getrost durch beherztes betätigen der Entertaste ignorieren. Wiederholt man das ganze für einen eventuell vorhandenen Windows PC, wird der Vorgang in der Regel fehlschlagen, da es Samba an den nötigen Rechten mangelt, es kennt ja noch nicht einmal irgendwelche User die sich auf dem Windows PC einloggen könnten. Diese müssen Samba erst bekannt gegeben werden.